Wie ich nach über 20 Jahren Schmerzen symptomfrei wurde und endlich verstanden habe, dass mein Körper nie gegen mich gearbeitet hat
Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der sich alles nur noch um Schmerzen gedreht hat.
Nicht um „normale Regelschmerzen“. Sondern um Schmerzen, die mein komplettes Leben bestimmt haben. Wenn meine Periode kam, begann oft mein ganzer Körper zu reagieren:
- extreme Schmerzen im Bauch und Rückenbereich
- Durchfall manchmal sogar Erbrechen
- Zittern
- kalte Schweißausbrüche
- Kreislaufzusammenbrüche
- teilweise Ohnmachtsanfälle
Die Schmerzen haben sich angefühlt, als würde mir jemand immer wieder ein Messer in den Bauch stechen.
Ich musste ständig auf Toilette laufen, weil sich mein kompletter Darm entleert hat. Danach lag ich oft einfach nur noch regungslos auf dem Bett und habe versucht zu atmen, bis dieser extreme Schmerzanfall nach etlichen Stunden vorüber war.
Und ich sage das heute ganz ehrlich: In diesen Momenten wollte ich einfachnicht mehr existieren, weil diese Schmerzen unerträglich waren.

Trotzdem bekam ich immer wieder dieselben Antworten:
„Schmerzen bei der Periode sind normal.“
„Viele Frauen haben Schmerzen.“
„Da musst du durch.“
Kein Frauenarzt ging wirklich darauf ein, warum diese Schmerzen so extrem waren. Damals war Endometriose auch noch nicht so bekannt wie heute.
Niemand fragte, warum mein Körper so massiv reagierte oder sagte mir, dass das nicht normal sei.
Und so glaubte ich als 13 jährige, dass mit mir irgendetwas nicht stimmen würde, denn ich kannte keine anderen Mädchen oder Frauen, denen es ähnlich erging.
Endometriose beeinflusst nicht nur die Periode — sondern das ganze Leben
Heute, wo ich komplett symptomfrei bin, wird mir rückblickend erst richtig bewusst, wie sehr sich mein ganzes Leben um Endometriose gedreht hat.
Es war nicht nur die Angst vor Schmerzen.
Es war die ständige Unsicherheit:
- Fällt ein wichtiger Termin genau auf meine Periode?
- Schaffe ich diesen Ausflug überhaupt?
- Kann ich arbeiten?
- Glauben mir die Menschen überhaupt, wie schlimm das ist?
- was ist, wenn die Anfälle in der Schule etc. anfangen und ich ohnmächtig werde?
Ich hatte oft Angst, dass andere denken könnten, ich würde übertreiben. Denn Endometriose sieht man von außen nicht. Und sobald ich sagte, dass ich extreme Schmerzen bei meinen Tagen habe, hieß es von anderen Frauen, sie hätten auch Bauchkrämpfe usw. Heute weiß ich, niemand, der diese Schmerzen nicht auch selber durchgemacht hat, weiß wovon ich spreche, und das ist auch normal.
Aber die Auswirkungen gehen oft viel tiefer…
Chronische Müdigkeit & sozialer Rückzug
Dazu kam die chronische Müdigkeit.
Nach der Schule oder später nach der Arbeit lag ich oft einfach nur noch im Bett, weil mein Körper völlig erschöpft war.
Mein soziales Leben litt darunter.
Meine Energie litt darunter.
Meine Lebensfreude litt darunter.
Und irgendwann dreht sich innerlich alles nur noch darum, irgendwie durchzuhalten.
Dazu kam die ständige Sorge:
„Werde ich überhaupt jemals ein Kind bekommen können?“
Nach ungefähr 20 Jahren bekam ich dann endlich die Diagnose. Und das nur, weil ich selbst immer weiter nach Antworten gesucht habe.
Ich las seit meinem 14 Lebensjahr etliche Medizinbücher, Bücher über alternative Heilmethoden, Ernährung usw. Später dann recherchierte ich auch stundenlang im Internet und versuchte endlich zu verstehen, was mit meinem Körper los war und warum diese Schmerzen so extrem waren.
Irgendwann stieß ich dabei selbst auf das Thema Endometriose.
Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, auf der richtigen Spur zu sein. Daraufhin vereinbarte ich einen Termin bei einem Endometriose – Spezialisten – und dort wurde mein Verdacht bestätigt.
- Endometriose
- Adenomyose
- und die Aussage, dass es wahrscheinlich sehr schwer werden würde, auf natürlichem Weg schwanger zu werden.
Diese Worte treffen einen tief.
Der Wendepunkt: Ich begann die Ursachen zu verstehen
Schon mit ungefähr 15 Jahren begann ich selbst Medizinbücher zu lesen, weil ich unbedingt verstehen wollte, warum ich solche Schmerzen hatte.
Ich probierte unglaublich vieles aus:
- klassische Medizin
- alternative Ansätze
- Nahrungsergänzungsmittel
- unterschiedliche Ernährungsformen
Aber nichts brachte mir wirklich dauerhaft Heilung. Meine Hautprobleme verbesserten sich zwar, aber der Rest meiner Symptome blieb leider konstant gleich.
Bis ich irgendwann begann, mich intensiv mit den möglichen tieferen Ursachen chronischer Beschwerden auseinanderzusetzen.
Besonders geprägt hat mich dabei das Wissen von Anthony William.
Zum ersten Mal ergaben plötzlich viele Dinge Sinn.
Ich verstand:
- dass der Körper nicht gegen uns arbeitet
- dass Symptome keine Strafe sind
- dass chronische Beschwerden reale Ursachen haben
- und dass Heilung möglich sein kann, wenn man beginnt, den Körper wirklich zu unterstützen
Genau dieses Wissen war für mich der Schlüssel.
Nicht noch mehr Kampf gegen meinen Körper.
Sondern endlich zu verstehen, was mein Körper mir eigentlich die ganze Zeit zeigen wollte und was ich all die Jahre nicht verstanden habe.

Ich begann mein Leben Schritt für Schritt zu verändern
Ich verstand zum ersten Mal die wahre Ursache hinter meiner Krankheit ( mehr dazu in einem anderen Blogartikel)
Und ehrlich gesagt war genau das einer der wichtigsten Momente meiner ganzen Heilungsreise.
Zum ersten Mal fühlte ich mich wirklich verstanden.
Nicht mehr wie „kaputt“, oder das ich benachteiligter war als andere Frauen oder vielleicht schlechtes Karma hatte.
Und das erste mal hatte ich Hoffnung, wirklcih heilen zu können.
Dieses Gefühl war unglaublich heilsam.
Danach begann ich, Schritt für Schritt viele Dinge in meinem Leben zu verändern.
Was genau ich verändert habe und was mir am meisten geholfen hat, erkläre ich noch genauer in anderen Blogartikeln.
Viele Symptome verbesserten sich überraschend schnell.
Schon nach ungefähr einem halben Jahr verschwanden Dinge wie:
- Brain Fog
- chronische Müdigkeit
- Akne
- meine regelmäßigen Herpesausbrüche
Früher hatte ich ungefähr alle zwei Monate einen starken Herpesausbruch.
Irgendwann war auch das plötzlich komplett weg.
Die Endometriose-Schmerzen brauchten länger.
Ich denke heute, dass auch die Adenomyose dabei eine große Rolle gespielt hat und der Körper einfach mehr Zeit gebraucht hat, um tief zu heilen.
Aber irgendwann passierte etwas, das ich mir jahrelang kaum noch vorstellen konnte:
Ich hatte meine erste Periode komplett ohne Schmerzen.
Und ich weiß noch genau, dass ich geweint habe.
Weil ich nach all den Jahren voller Schmerzen, Angst und Hoffnungslosigkeit selbst kaum noch glauben konnte, dass so etwas überhaupt möglich ist.
Eine der schwierigsten Sachen auf dieser Heilungsreise war deshalb nicht nur die körperliche Veränderung — sondern immer wieder die Hoffnung nicht zu verlieren.
FAZIT
Und dann passierte etwas, das ich selbst lange kaum noch für möglich gehalten hätte:
Ich wurde auf natürlichem Weg schwanger.
Nach all den Jahren.
Nach all den Schmerzen.
Nach all der Angst und den Diagnosen.
Heute bin ich Mama eines wundervollen Kindes und komplett symptomfrei.
Und genau deshalb gibt es diesen Blog.
Weil ich weiß, wie verloren man sich mit Endometriose fühlen kann.
Wie erschöpfend diese ständige Suche nach Antworten ist.
Und wie schwer es manchmal ist, die Hoffnung nicht zu verlieren.
Ich möchte mit diesem Blog all das teilen, was mir geholfen hat.
Die Dinge, die ich selbst so gerne viel früher verstanden hätte.
Und vielleicht gibt dir meine Geschichte genau das zurück, was ich damals selbst gebraucht hätte:
Hoffnung.
Hier auf EndoWunder teile ich:
- meine Erfahrungen
- Healing Foods
- entzündungsarme Rezepte
- Wissen rund um Endometriose
- Kinderwunsch
- Nervensystemregulation
- und alles, was mir geholfen hat, wieder Vertrauen in meinen Körper aufzubauen.




